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ONLINE-TEST aus UMWELT + ENERGIE
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Photovoltaik
Geld verdienen mit eigenem
Strom
Der Solarmarkt in Deutschland boomt. Selbstproduzierter
Ökostrom ist umweltfreundlich und verkauft sich teuer. Das
Erneuerbare Energien Gesetz unterstützt Solarbauherren und
sichert ihnen regelmäßige Einnahmen: 51,8 Cent pro
Kilowattstunde für in diesem Jahr errichtete Anlagen - 20
Jahre lang. Unter günstigen Bedingungen amortisieren sich
preiswerte Anlagen so schon nach 15 bis 16 Jahren. Der darüber
hinaus „geerntete“ Strom ist Gewinn. Doch nicht
alle Solarmodule halten gleich lang und wandeln das
Sonnenlicht in ausreichend Strom um. STIFTUNG WARENTEST
online zeigt die besten Solarmodule und Wechselrichter,
damit sich die teure Anschaffung lohnt.
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Aller
Anfang ist teuer
Der größte Kostenfaktor bei einer Photovoltaikanlage sind
die Module. Für eine Anlage mit drei Kilowatt kosten sie
zwischen 12 000 und 17 000 Euro. Hinzu kommen Kosten
für Wechselrichter, Unterkonstruktion und Montage. Unterm
Strich sind das rund 20 000 Euro. Anlagen, die in diesem
Jahr ans Netz gehen, bringen 51,8 Cent je eingespeister
Kilowattstunde. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz garantiert
diese Einnahmen für 20 Jahre. Mit drei Kilowatt
Spitzenleistung produziert die Anlage jährlich zwischen 2 100
und 3 000 Kilowattstunden. Dafür zahlt das
Versorgungsunternehmen in 20 Jahren zwischen 21 750 und
31 000 Euro. Für später erbaute Anlagen sinkt der
garantierte Abnahmepreise jedes Jahr um fünf Prozent. Im Jahr
2007 erbaute Photovoltaikanlagen bekommen nur noch 49,21 Cent
je eingespeister Kilowattstunde. Wer also von der höheren Förderung
profitieren möchte, muss noch in diesem Jahr investieren.
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Sehr
guter Wirkungsgrad
Ein wichtiges Kriterium bei Solarmodulen ist ihr Wirkungsgrad.
Dieser gibt an, wie viel des ankommenden Sonnenlichts das
Modul in Strom umwandelt. Am besten können das die Module von
Kyocera, Sharp und BP. Sie erreichen Werte von etwa 16
Prozent. Sharp und BP verwenden dafür monokristalline Zellen,
das heißt ihre Siliziumscheiben wurden aus einem einzigen
reinen Kristall gewonnen. Kyocera und die meisten anderen
Module verwenden kostengünstigeres polykristallines Silizium.
Das Beispiel Kyocera zeigt, dass auch solche Solarzellen sehr
gute Wirkungsgrade erzielen können.
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Abweichungen
von der Nennleistung
Leider halten nicht alle Module ein, was der Anbieter auf der
Verpackung oder im Prospekt verspricht. Bei den Modulen von
BP, Solarfabrik und Isofoton bleibt die im Test gemessene
Leistung deutlich unter dem angepriesenen Nennwert. Die
BP-Module produzieren unter Standardbedingungen im
Durchschnitt vier Prozent weniger Strom, obwohl das
Unternehmen „null Prozent Toleranz“ propagiert. Das ist ärgerlich,
weil die Anlage nicht die einkalkulierte Menge Strom liefern
wird.
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Bei
Wind und Wetter
Der Kauf einer Solaranlage lohnt sich nur, wenn diese
wenigstens 20 Jahre hält. Das bedeutet mindestens 20 Sommer
und 20 Winter, extreme Temperaturschwankungen, Regen, Stürme
und Schnee. All diesen Kräften mussten die Module auch auf
dem Prüfstand trotzen. Zwei Fabrikate waren dem harten
Klimatest nicht gewachsen: Ein Sun-Technics-Modul sowie ein Würth-Dünnschichtmodul
verfärbten sich, weil Feuchtigkeit durch die rückseitige
Folie eindrang. Außerdem brach bei Sharp und Solar-Fabrik
eine Glasscheibe während der Simulation extremer Schneelast.
Das Modul von Solarworld verfärbte sich dauerhaft.
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Hart an
der Grenze
Die Solaranlagen produzieren Gleichstrom. Um diesen Strom ins
Netz des lokalen Stromversorgers einzuspeisen, muss ein
Wechselrichter den Gleichstrom erst in Wechselstrom umwandeln.
Die meisten Geräte zeigen bei der Umwandlung keine Probleme -
selbst bei schwankenden Lichtverhältnissen. Mängel gab es
dafür in anderen Punkten: Bis auf SMA Sunny Boy senden alle
Geräte Störungen ins Stromnetz oder in die Atmosphäre, die
im Grenzbereich des Zulässigen liegen. Damit können sie
andere elektronische Geräte und Empfänger beeinträchtigen.
Außerdem sind die Wechselrichter von Kyocera und Aixcon auffällig
laut. Wenn sie in Wohnräumen hängen, ist das störend. Das
Gerät von Aixcon scheitert zudem an den
Sicherheitsanforderungen: Qualitätsurteil mangelhaft.
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